Wandern zum Wirtshaus

Bildrechte:Oberpfälzer WaldFotograf:Thomas Kujat

Genusstouren im Oberpfälzer Wald sorgen für typisch bayerische Glücksmomente

Oberpfälzer Wald – Tirschenreuth / Neustadt a.d. Waldnaab / Nabburg / Weiden i.d.OPf. (ots)

„An Glust ham“ – so sagt man im Oberpfälzer Wald, wenn man großen Appetit auf etwas hat. Und Anlass für „Glust“ bietet die bayerische Region mehr als genug. Besonders intensiv genießt man, wenn man zuerst beim Wandern in die Oberpfälzer Landschaft eintaucht – und dann in eins der traditionsreichen Wirtshäuser einkehrt, um die regionalen Produkte direkt vor Ort zu probieren. Zu den Oberpfälzer Spezialitäten gehört auf jeden Fall der Zoigl. Das Bier mit Kultfaktor gibt es nur hier, denn zu den Qualitätskriterien für echten Zoigl gehört es, dass das Bier im gemeinschaftlich genutzten Kommunbrauhaus gebraut und direkt vor Ort in der Zoiglstube des Brauers ausgeschenkt wird. Zusätzlich gibt’s natürlich auch viele traditionsreiche Privat- und Familienbrauereien, die keinen (Bier-)Wunsch offen und keine Kehle trocken lassen.

Apropos nicht trocken – Wasser und Wald sind ganz typisch für den Oberpfälzer Wald, wie man beim Wandern schnell feststellt. Und beides schlägt sich auch in der Speisekarte nieder! Heimischer Fisch wie Karpfen, Forelle oder Saibling kommt direkt aus den zahlreichen Teichen auf den Teller – regional, nachhaltig und vor allem unglaublich lecker. In den weiten Wäldern tummelt sich jede Menge Wild, aber auch Kräuter, Pilze und Beeren tragen zum Geschmack des Oberpfälzer Waldes bei. Der ein oder andere hat vielleicht schon mal von der „Erdäpfel-Pfalz“ gehört: so lautet der Spitzname der Oberpfalz – und das nicht umsonst! Der Anbau von Kartoffeln (eben „Erdäpfeln“) hatte hier über Jahrhunderte Tradition und noch heute sind die Oberpfälzer Meister des Kartoffelkochens, egal ob süß oder deftig. Knödel (oder „Spouzn“, wie der Oberpfälzer sagt), Liwanzen, Dotsch, Schopperl… auch wenn man erst einmal nicht genau versteht, was sich hinter diesen Leckereien versteckt, sollte man sie unbedingt probieren!

Für den Weg zum Genuss ist eine Wanderung durch die ursprüngliche Oberpfälzer Natur zu empfehlen – denn welche Tour könnte schöner sein als eine, die ins Wirtshaus führt? Ein Paradebeispiel dafür ist der „Biergenuss am Wasser entlang“. Die 38 km lange Wanderung kann je nach Wunsch in einem oder zwei Tagen absolviert werden. Dabei pendelt man quasi zwischen den zwei Brauereigasthöfen Jacob in Bodenwöhr und Jakob in Nittenau. Neben Bierspezialitäten gibt es hier den Wasserreichtum des Oberpfälzer Waldes zu genießen – in Form des idyllischen Regentals und des Hammersees.

Mehrere Genießertage ermöglicht auch die Zoiglwanderung auf dem Goldsteig. Hier bestimmt der Stern den Weg – nämlich der sechszackige Zoiglstern, das Zunftzeichen der Bierbrauer. Die 48 km lassen sich gut in zwei bis drei Etappen aufteilen – schließlich sollte man genug Zeit einplanen, um unterwegs einzukehren und das Kultbier Zoigl sowie eine zünftige Brotzeit zu genießen. Nicht zu vergessen die Naturschönheiten am Wegesrand, die unterwegs immer wieder zum Verweilen einladen – zum Beispiel die Muckenthaler Teichpfanne und das Naturschutzgebiet Waldnaabtal.

In der Kürze liegt die Würze auf der knapp 10 km langen Genusswanderung bei Waldsassen. Der ausgezeichnete „Bayerische Genussort“ beeindruckt mit imposanter Barockarchitektur inmitten ländlicher Idylle – und mit Wirtshäusern und Restaurants, die sich ganz explizit regionaler und saisonaler Küche verschrieben haben. So speist man etwa direkt neben der beeindruckenden Dreifaltigkeitskirche Kappl beim traditionsreichen „Kapplwirt“ Burger und Bratenspezialitäten vom Angusrind aus eigener Aufzucht.

Diese und viele weitere Tourentipps sind im Natur-Navi, der digitalen Wanderkarte für den Oberpfälzer Wald, unter www.oberpfaelzerwald.de/natur-navi zu finden. Hier kann man außerdem Sehenswertes am Wegesrand sowie Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten auf einen digitalen Merkzettel legen – und damit die eigene Wandertour ganz individuell planen.

Bildrechte:Oberpfälzer Wald

Fotograf:Thomas Kujat